Besichtigung von MeteoSchweiz

Am 28. Oktober waren die Science Alumni zu Gast beim Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz. Dieses Dienstleistungszentrum ist kürzlich vom Zürichberg an den Flughafen Zürich gezogen. Diese Besichtigung wurde von Dr. Gabriela Seiz, unserem neuen Vorstandsmitglied organisiert, die selbst bei der MeteoSchweiz für die Internationale Zusammenarbeit zuständig ist.

Nach der Besammlung bei der Besucherterrasse hiess es vorerst „einchecken“, d.h. wir mussten durch eine volle Sicherheitskontrolle, damit wir per Bus durch das Flughafengelände zur Wetterbeobachtungsstation am Pistenrand bei Oberglatt gebracht werden konnten. Dort erklärte uns Herr Martin Dätwyler von MeteoSchweiz die Mess- und Beobachtungseinrichtungen sowie die Tücken und Verantwortungen des Flugwetterdienstes. Wie grosse ist die Sichtweite? Was ist Nebel? Wann darf ein Flugzeug eines bestimmten Typs starten oder landen? Zurück am Flughafen wurden uns im Operation Center 1 die Analyse- und Entscheidungsinstallationen des Flugwetterdienstes vorgeführt und es wurden die Interaktionen mit Piloten und den Flughafenbehörden erläutert. Dieses Analysezentrum dient aber nicht lediglich dem Flugverkehr, seit dem Umzug werden sämtliche Prognose-Dienstleistungen der MeteoSchweiz hier bearbeitet.

In einem dritten Teil gab Frau Seiz einen allgemeinen Überblick über die Tätigkeiten der MeteoSchweiz. MeteoSchweiz ist ein Bundesamt (im Gegensatz zu SRF Meteo und privaten Wetterinstitutionen), das international vernetzt systematisch atmosphären-bezogene Informationen sammelt, analysiert und publiziert. Neben den kurzfristigen meteorologischen Ereignissen (Wetter) erforscht sie langfristige Entwicklungen der Erdatmosphäre (Klima). MeteoSchweiz beschäftigt an den Standorten Zürich Flughafen, Genf, Locarno Monti, Payerne und Arosa insgesamt 340 Personen. In der Meteorologie und Klimatologie ist die internationale Zusammenarbeit von zentraler Bedeutung. MeteoSchweiz vertritt deshalb die Schweiz in verschiedenen internationalen Organisationen (z.B. WMO, EUMETSAT, ECMWF), koordiniert Internationale Programme in der Schweiz und engagiert sich auch mit internationalen Zusammenarbeitsprojekten (Capacity building) in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Das Interesse an dieser Besichtigung war von Anfang an gross, sie war schon früh ausgebucht und die 24 Teilnehmer bekamen bei diesem Anlass interessante Einblicke in ein wissenschaftsnahes und praktisch relevantes Tätigkeitsgebiet. Vielen Dank.