MNF an vier von acht neuen universitären Forschungsschwerpunkten beteiligt

Die universitären Forschungschwerpunkte USFP’s der UZH dienen dazu, bestehende Forschungsstärken auszubauen und neue in relativ kurzer Zeit aufzubauen. So hat der neue USFP „Translationale Krebsforschung“ unter der Leitung von Prof. Lars French (MedF) und Prof. Konrad Basler (MNF) u.a. zum Ziel die unterschiedlichen Forschungskulturen der klinischen und der naturwissenschaftlichen Forschung mit der Schaffung von Assistenzprofessuren zu überbrücken und damit einen multidisziplinären Ansatz zu fördern. Im Rahmen des USFP’s soll u.a. eine Tumordatenbank mit frischen Tumorzellen aufgebaut werden, aus denen Zelllinien für die Forschung gezüchtet werden.

Auch der USFP „Evolution in Aktion: Vom Genom zum Ökosystem“ unter der Leitung der Professoren Beat Keller und Ueli Grossniklaus trägt dazu bei, unterschiedliche Forschungskulturen zu verbinden und so zusätzliche Synergien zu nutzen. Der neue USFP verbindet 22 Forschungsgruppen aus drei Fakultäten. Im Fokus stehen u.a. die Themen „Diversifikation und Adaptation“ und die Verbindung von menschlichen Geno- mit ihren Phänotypen. Ein grosser Teil der Finanzen dieses USFP’s wird in die Doktoratsstufe fliessen, um so die nächste Generation der Forschenden in diesem spezifischen interdisziplinären Rahmen auszubilden.

Unter der Leitung des Geographen Prof. Michael Schaepman und der beiden Ökologen Prof. Owen Petchey und Prof. Bernhard Schmied steht der USFP „Globaler Wandel und Biodiversität“. Er untersucht Rückkoppelungsmechanismen zwischen Biodiversitätsverlust und globalem Wandel. Grossräumige Feldexperimente in der Tundra, dem Tibet, dem Zürichsee, auf der Lägern und auf Borneo werden erstmals mit Modellen verknüpft. Der USFP schliesst verschiedene experimentelle Systeme zusammen und nutzt Synergien. Der neu geschaffene Studiengang „Erdsystemwissenschaften“ berücksichtigt den Ausbildungsaspekt und rundet so das Profil des USFP’s ab.

„Von Sonnenlicht zu chemischer Energie“ – so der unter der Leitung von Prof. Roger Alberto stehende USFP – will einen Beitrag zur langfristigen Energieversorgung im 21. Jahrhundert leisten. An diesem USFP sind acht Forschungsgruppen beteiligt, sieben aus der Chemie und eine aus der Experimentalphysik (Prof. Ostrwalder). Alberto ist überzeugt, dass das Thema des USFP’s bei Nachwuchswissenschaftler auf grosses Interesse stösst und so begabte Nachwuchskräfte an die UZH bringen wird. Der USFP will mit Hilfe von Sonnenlicht Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff spalten und den gewonnen Wasserstoff speichern. Die bislang bestehenden diesbezüglichen Systeme weisen diverse technische Nachteile auf. Mit dem neuen USFP sollen die einzelnen Komponenten der Knallgas-Reaktion zu einem funktionellen System zusammengeschlossen werden. Grossen Wert legt der USFP darauf, dass sämtliche zum Einsatz kommenden Materialien billig sind und auf der Erde häufig vorkommen.

Kontakte:
Translationale Krebsforschung – Prof. Dr. Maries van den Broek, E-Mail maries.vandenbroek (at) uzh.ch
Evolution in Aktion: Vom Genom zum Ökosystem: Dr. Annegret Lesslauer, E-Mail annegret.lesslauer (at) uzh.ch
Globaler Wandel und Biodiversität: Dr. Veruska Muccione, E-Mail veruska.muccione (at) geo.uzh.ch
Von Sonnenlicht zu chemischer Energie: Dr Valeria Mozzetti,. E-Mail valeria.mozettirohrseitz (at) uzh.ch